The sluts are in town

Ein wenig verspätet, aber ich kann mir keinen Kommentar dazu verkneifen.

Am Wochenende fanden weltweit „Slutwalks“ statt. Frauen in aufreizender und luftiger Bekleidung gegen sexuelle Gewalt demonstrieren, füllte so manche Großstadt. Ursprung dieser Aktion: ein Polizist hatte in Kanada zu einer Frau gesagt, wenn sie nicht vergewaltigt werden wolle, solle sie sich nicht wie eine Schlampe anziehen. Ein Skandal entbrannte.

Ziel der Demonstrationen war es, darauf aufmerksam zu machen, dass jeder mit seiner Sexualität und der Darstellung derer frei umgehen kann, ohne andere zu sexuellem Kontakt „einzuladen“. Die äußere Erscheinung ist kein Angebot für Mehr!

Was ich so von den Herren der Schöpfung zum Thema gehört habe, war… „interessant“. Tatsächlich wird es teilweise als Einladung betrachtet, wenn eine Frau sich offenherzig anzieht, diese würde durch die Darstellung ihrer Reize gar mit den Männern spielen. Interessanter Standpunkt, den ich als Frau nicht vollkommen nachvollziehen kann.

Der springende Punkt ist doch, dass wenn Frauen sich auf eine bestimmte Art anziehen, erhalten sie die Blicke vieler Männer, werden teilweise negativ abgestempelt, etc. ABER: keine Frau lädt zu Grapschattacken oder gar Vergewaltigungen ein! Und „Nein“ heißt auch wirklich „Nein“.

Die Diskussion kann ins Unendliche gesponnen werden, doch ich beende den Beitrag mit einem Zitat aus dem Toronto Slutwalk „Society teaches ‚don’t get raped‘ rather than ‚don’t rape‘. It’s time to change this mentality!“