Area 4 2011 – closer to the edge!?

Impression vom Area-4-Festivalgelände

Coole Bands, gutes Wetter

Am vergangenen Wochenende war ich auf dem Area-4-Festival bei Lüdinghausen. 30 Seconds To Mars, Deftones, Ignite, Dropkick Murphys, NOFX, Jimmy Eat World, Yellowcard, Skindred, Underoath, The Kooks und viele weitere coole Bands haben das Publikum bei strahlendem Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen erfreut.

Mein persönlicher Favorit des Festivals sind jedoch Panteón Rococó – eine große mexikanische Truppe, die Ska-Punk macht und einfach unglaublich stimmungsvoll und authentisch rüberkam. Guter Sound, viele tanzende Menschen, lustige und dynamische Musiker, Sonnenuntergang – es war der perfekte Festivalmoment.

Enttäuscht bin ich hingegen von 30 Seconds To Mars. Natürlich, Jared Leto war der heißeste Typ auf der Bühne (er hat wirklich so unglaublich blaue Augen), aber die Leidenschaft hat vollkommen gefehlt. Jede Geste wirkte einstudiert, selbst die obligatorische Fan-Aktivität habe ich ihm nicht abgekauft. Die Show war schon politisch, gut und effektvoll gestaltet, aber was bringt das bei einem Live-Auftritt? Schade, Jared. Mehr gutes Aussehen, als Emotion. Bruder Shannon an den Drums und Gitarrist Tomo haben wirklich mehr gerockt.

Jimmy Eat World und Yellowcard hingegen waren sehr sympathisch. Die Sänger haben den Eindruck gemacht, wirklich auf dem Boden geblieben zu sein, sie haben ihre eigene Musik gefeiert, sind gut auf das Publikum eingegangen und waren einfach nett!

NOFX waren betrunken und verkatert zugleich, Deftones sehr professionell und gut, aber für das idyllische Sommerszenario ein wenig zu negativ, Skindred und Ignite haben die Zelt-Bühne zum Kochen gebracht.

Musikalisch war es wirklich nett!

Sonst…? Ich bin glücklich, dass ich auf dem Green Camp war, das heißt, es war leiser und sauberer dort, wir haben uns gut um die Ordnung gekümmert. Der Rest des Campinggeländes sah nämlich wie eine Müllhalde aus – und das ist nicht übertrieben!!! Schämt euch, ihr Dreckspatzen! Zudem war die Bühne in Sichtweite und man konnte die Bands vom gemütlichen Klappstuhl mit einem Bierchen in der Hand anschauen. Das war ganz nett, um einige Bands zu sehen, zu denen man nicht feiern wollte, aber die irgendwie doch sehenswert sind. Leider waren die Dixi-Klos auch dort nicht sauberer.

Das Festival endete leider nicht soooooo perfekt. Der Auftritt von The Kooks wurde unterbrochen, da es eine Unwetterwarnung gab. Ich schätze, die traurigen Ereignisse vom Pukkelpop-Festival letzte Woche in Belgien trugen zur Vorsicht bei. Angekündigtes Unwetter kam auch. Blitz, Donner, Regen, Wind, das volle Programm. Alle stürmten zu den Autos, viele Pavillions machten sich selbstständig, auf dem Parkplatz fuhren sich die Wagen fest. Auf der Bühne passierte währenddessen nichts. Deichkind sollten noch spielen, wie gerne ich sie gesehen hätte, aber komplett durchnässt und unsicher, ob das Festival überhaupt fortgeführt wird, war ich auf dem Weg nach Haus, als sie offensichtlich doch auftraten.

Alles in einem war es ein cooles Wochenende! Ungesundes Essen und Schlafmangel sind überstanden! Das Area 4 sollte vielleicht ein wenig mehr vom Schwesternfestival in Leipzig lernen – dem Highfield Festival. Fast dasselbe Line-Up, außer dass einige gute Bands zusätzlich auftragen (bspw. Foo Fighters) und die Hygiene dort besser gewesen sein soll.

Falls das Area 4 2012 wieder stattfinden sollte, wäre ich wieder dabei, einfach weil die Atmosphäre so gut war, coole Bands auftraten und es keinen riesigen Menschenauflauf gab.  War zwar nicht closer to the edge, aber closer to happiness.

Advertisements