Coca Cola und die gerissene Werbung

Die Werbemenschen von Coca Cola sind ja so gerissen!

Seit Jahren steht dieser Konzern in der Kritik, in Kolumbien z.B. mit rechten Paramilitärs zusammenzuarbeiten, um Druck auf die Arbeitenden auszuüben und diese menschenunwürdig auszubeuten. Auch in anderen Staaten bestand immer der Vorwurf, Coca Cola würde Kinderarbeit fördern und sogar Regierungen einzuschüchtern, um ungehindert Profit zu schlagen.

Und jetzt kommt diese neue Werbung anlässlich des 125-jährigen Bestehens des Softdrink-Herstellers. Das großartige Lied von Oasis „Whatever“ wird von einem Kinderchor gesungen, komische Relationen werden aufgestellt, z.B. „Während Wissenschaftler eine neue Waffe entwickeln, backen 1 Million Mütter einen Schokoladenkuchen“. Aha. Wieder was dazugelernt. Der Werbespot endet mit „Es gibt viele Gründe, an eine bessere Welt zu glauben.“

Die gibt es wirklich, aber Coca Cola wäscht sich öffentlich nur die Hände rein. Die bessere Welt erreicht man, wenn man statt Coca Cola lieber Leitungswasser trinkt.

Aber Chapeau! Liebe Werbemenschen, ihr habt einen großartigen kreativen Werbespot erschaffen, dafür werdet ihr ja bezahlt, aber vor dem Hintergrund der Unternehmenspolicy erhält er einen bitteren Beigeschmack. Aber so läuft das Geschäft, es ist ja nicht nur Coca Cola, die ihr öffentliches Auftreten so verfälschen.