„Taste the Waste“ – so vergeht jedem der Appetit

Mir ist der Appetit vergangen, ich schäme mich förmlich zu essen, bzw. Lebensmittel einzukaufen. Der Grund dafür ist der Film „Taste the Waste“ von Valentin Thurn, den ich gestern gesehen habe.

Die unglaubliche Verschwendung von Lebensmitteln (die nicht verdorben sind!) in wirtschaftlich wohl situierten Staaten (z.B. Frankreich, Deutschland, Japan, die USA) wird sehr anschaulich verdeutlicht. Doch nicht nur, dass es schade um die Lebensmittel ist, die Konsequenzen, die global gesehen daraus entstehen, sind dramatisch, wie z.B.:
– die weltweite Ungerechtigkeit zwischen Armen und Reichen wächst, denn durch den Überfluss steigen Lebensmittelpreise, übermäßiger Konsum fördert also Hungersnöte
– weggeschmissene Lebensmittel produzieren auf Müllhalden das Gas Methan (15% der Gesamtmenge), auch bekannt als „Klimakiller“

Wirtschaftsfördernde Normen und Beschlüsse unterstützen diese unglaubliche Verschwendung. Inzwischen gibt es sog. „Mülltaucher“, Menschen, die sich gegen diese Verschwendung wehren. Da täglich mehrere Kilo frische Lebensmittel von Supermärkten weggeworfen werden, graben diese danach in deren Mülltonnen. Natürlich ist es illegal, diesen „Müll“ zu stehlen.

Wut und Entrüstung sind normale Reaktionen auf die im Film dargestellten, die vielen Details sind gar nicht zusammenzufassen, die schief laufen. Leider wird nicht deutlich, was eigentlich gegen diese Entwicklungen zu tun ist, wenn die Verschwendung doch eine Industrie so stark stützt… außer vielleicht: nur das einkaufen, was wirklich gebraucht und aufgegessen wird. Selbst für einen Menschen, dem die Konsequenzen egal sind, macht das Sinn: Man spart so nämlich auch Geld!