Ankunft in Madrid – Start des Erasmus-Semesters

Da ich nun Erasmus-Studentin in Madrid bin, berichte ich mal in eigener Sache von meinen ersten Eindrücken und der Ankunft.

Flug: Mit der Lufthansa bin ich von Frankfurt/Main nach Madrid geflogen, die Flugzeit betrug nur 1:55 h und es gab außer einigen Turbulenzen keine Schwierigkeiten. Die Lufthansa arbeitet wirklich sehr modern und es gab im Gegensatz zu anderen Fluggesellschaften tatsächlich essbares Frühstück, nämlich warmes (!) Käseomlett mit Spinat. Flüge gibt es inzwischen auch recht günstig, ich habe für Hin- und Rückflug nur knapp 100 Euro bezahlt.

Unterkunft: Bis ich mir ein nettes Zimmer gesucht habe, nächtige ich für fünf Tage im Hostal Montecarlo, das direkt im Zentrum an der Gran Vía liegt. Es ist ein kleines, gemütliches Hostel mit sehr privatem Flair. Die Frau, die es leitet, ist auch sehr freundlich und zuvorkommend. Ich habe mich für dieses Hostel entschieden, da es eines der wenigen ist, das Einzelzimmer und W-LAN anbietet. Ruhe ist mir gerade wichtig, deswegen wollte ich in keinem Schlafsaal übernachten. Das Zimmer ist zwar ziemlich klein, nur etwa acht Quadratmeter und hat einen Blick auf etwas, das den Titel „Innenhof“ nicht verdient, aber darüber hinaus ist es sehr sauber und für einige Tage gut ausgestattet. Das Bad ist ebenfalls sauber, die Heizung funktioniert und der Fernseher hat über 20 spanische Kanäle. W-LAN ist auch problemlos zu empfangen. Auch eine Klimaanlage und ein Schrank sind vorhanden. Für den Start auf jeden Fall sehr angenehm, trotz der hellhörigen dünnen Wände.

Was zu tun war: Nach dem Check-In galt es einige der wichtigen Aufgaben zu erledigen, dazu gehört der Kauf einer Sim-Karte und eine Monatskarte für die U-Bahn zu kaufen. In Spanien sind die Mobilfunkpreise definitiv günstiger als in Deutschland. Ich habe mir eine Prepaid-Karte von Yoigo entschieden, SMS und Anrufe/Minute kosten nur acht Cent! Der Kauf erwies sich als recht simpel, man muss den Personalausweis vorzeigen und eine Adresse nennen. Zum Glück hatte ich freundliche Begleitung, die mir dabei geholfen hat. Die Sim-Karte kostet 20 Euro mit Startguthaben, bei Bedarf kann man sich auch ein Handy dazukaufen, das günstigste Modell bekommt man schon für nur neun Euro!

Selbiges gilt auch für die Monatskarte. Die ist allerdings sehr teuer – über 60 Euro, aber auch nur, weil ich bis zu meiner Uni (Universidad Rey Juan Carlos) aus der Stadt rausfahren muss, der Stadttarif ist knapp 10 Euro günstiger. Man muss allerdings auch hier den Personalausweis vorweisen, ein Passfoto mitbringen und darüber hinaus wieder einen Wohnort angeben.

Erste gesammelte Eindrücke: Madrid ist wirklich eine sehr schöne Stadt, meines Erachtens auch gar nicht so hektisch wie andere Großstädte, aber nicht gerade günstig. Die Lebensmittel- und Klamottenpreise sind aber wirklich in Ordnung.

Der Start in Madrid ist ganz gut gelaufen, aber das wahrscheinlich auch nur, weil ich Begleitung hatte, die stabiler in der Sprache ist, als ich, sich auskennt und mich auf typische Tücken aufmerksam gemacht hat.

So nebenbei: es sind gegenwärtig zwei Grad, aber sehr sonnig.

Was steht noch an? Wohnungssuche! Zum Glück gibt es genug Seiten im Internet mit Wohnungsanzeigen. Die gilt es zu durchforsten und Besichtigungstermine zu vereinbaren.

Außerdem muss ich in die Uni und einige wichtige Fragen klären… es bleibt also spannend!