1200 Erasmus-Studierende besetzen Salamanca

Plaza Mayor SalamancaSalamanca – eine beschauliche historische Stadt mit ca. 150.000 Einwohnern wurde an diesem Wochenende Schauplatz des Treffens der Erasmus-Studierenden aus ganz Spanien. Über 1200 Personen versammelten sich in der Stadt, die zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt wurde, um einerseits eine der bedeutendsten Städte mit der ältesten Universität Spaniens zu besichtigen, andererseits um sich selbst und den kulturellen Austausch, den das Erasmus-Programm bietet, zu zelebrieren.

Um einer langweiligen Stadtführung zu entgehen, organisierte das Erasmus Students Network (ESN) eine Besichtigung der anderen Art – die Studierenden der unterschiedlichen Universitäten traten an jedem historischen Punkt in verschiedenen Spielen gegeneinander an und als historische Personen verkleidete Studierende erklärten die Sehenswürdigkeiten, die es zu sehen gab. Salamanca ist eine Stadt, die förmlich in Sandstein getaucht zu sein scheint – wunderschöne Bauten im gothischen Stil prägen das Gesicht der Stadt. Darüber hinaus wirken die Preise angenehm günstig im Vergleich zu Madrid, auch das Ambiente der Bars und Kneipen wirkt erstaunlich gemütlich.
Das ganze endete in einer Versammlung aller auf der Plaza Mayor Salamancas.
Am Abend gab es eine Art Gala – nachdem man sich chic gemacht hatte, speiste man genüsslich Häppchen, sah eine Flamenco-Show und feierte anschließend. Alles in einem muss man den Koordinatoren ein großes Kompliment aussprechen – es ist sicherlich nicht einfach 1200 Personen aus dem ganzen Land zu koordinieren und eine Veranstaltung dieser Größenordnung zu organisieren.

Am folgenden Tag galt es auf dem Rückweg Segovia zu besichtigen. Die Stadt, die nur 55.000 Einwohner beherbergt wirkt wie ein komplettes Museum – an jeder Ecke gibt es beeindruckende historische Bauten – Plätze, Festungen, eine Kathedrale. Auch Segovia wurde zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt, jedoch scheint dieses kleine Städtchen wirklich nur vom Tourismus zu leben – sündhaft teure Preise in den Restaurants im Stadtkern sind die Regel. Für Kulturinteressierte lohnt es sich dennoch.

Im Grunde war neben der Besichtigung im Vordergrund eines – die Einstellung der Erasmus-Studierenden. Bei 1200 Personen kann es oft Auseinandersetzungen geben, doch in diesem Fall verlief alles harmonisch, freundlich und spaßig. Unabhängig von Hautfarbe, Herkunft oder Glaube – es gilt die Zeit im Hier und Jetzt miteinander zu genießen.