Erasmus in Madrid – ein Fazit

Der Moment ist gekommen, dass das Auslandssemester vorbei ist. Traurig, wirklich traurig!

Zusammenfassend kann ich sagen, dass ein Erasmus-Semester in Madrid sich sehr lohnt. Das kulturelle Leben, die belebte Nacht, die Reise- und Unterhaltungsmöglichkeiten sind nur einige der vielen Vorteile.

In Madrid ist man am Nabel Spaniens, alle Ziele sind recht einfach erreichbar, sei es das Baskenland, die Ostküste oder das im süden gelegene Andalusien. Mit Bussen oder (ökologisch nicht so korrekt) Flügen kann man einfach und recht günstig jedes Ziel schnell und bequem erreichen. Dieses sollte man auch nutzen!

Wer vom großen akademischen Austausch träumt, wird enttäuscht sein, zumindest wenn er an der Universidad Rey Juan Carlos studiert. Das Niveau ist sehr basal, die Dozenten meist desinteressiert und die Logistik das pure Chaos. Zu empfehlen ist eher die renomiertere und traditionellere Universidad Complutense.

Man tappt auch schnell in die Falle, dass man sich nur mit Erasmus- Studierenden umgibt und englischsprachige Kurse besucht – so lernt man weder die Sprache, noch die spanischen Traditionen und Eigenschaften. Doch wie man das handhabt, steht natürlich jedem frei zur Verfügung.

Madrid ist lebenswert und macht es dank des gut ausgebauten Netzes des öffentlichen Transports recht einfach, jeden Ort zu erreichen, auch nachts. Ich empfehle bei der Wohnungssuche ein Zimmer in Innenstadtnähe zu suchen, da die Nachtbusse nicht so regelmäßig fahren und man sich auf Fahrten, die eine Stunde dauern, einstellen. Die Mietpreise sind in Madrid so oder so hoch. Wer ein lebhaftes Semester anstrebt, sollte daher einige Euro mehr bereithalten.

Die Stadt ist im Grunde recht sicht, auch nachts kann man als junge Frau allein nach Haus gehen, sofern man in Zentrumsnähe wohnt.
Man darf jedoch nicht vergessen, dass es wie in jeder Großstadt auch nicht so freundliche Menschen gibt.

Ein junger Mann wollte bspw. mit mir ungebeten in die Wohnung eintreten und mir zu nah kommen, anderen passierte es, dass man ihnen etwas ins Getränk in der Diskothek mischte. Getränke von daher stets mit sich tragen und nicht aus den Augen verlieren. K.O.- Tropfen sind der Klassiker!

Eines steht fest – Madrid ist eine mitreißende Stadt, die für jeden Geschmack etwas bietet, sei es das Schwulenviertel Chueca, der alternative Stadtteil Malasaña oder die fancy Diskotheken!

Madrid, ich habe dich lieben gelernt und du wirst mir fehlen!